Andrologie

Andrologie ist die Lehre von der Fruchtbarkeit des Mannes. Der Androloge behandelt Störungen der Zeugungsfähigkeit (Fertilitätsstörung), Störungen der Potenz (Impotenz, Erektionsstörung, erektile Dysfunktion) sowie Hormonstörungen des alternden Mannes. Die Durchführung der Untersuchungen, die Beratung und Therapie wird im Urologischen Zentrum Fürstenfeldbruck-Germering von speziell andrologisch ausgebildeten Ärzten durchgeführt.

Aging Male – Wechseljahre des Mannes
Auch bei Männern kann es mit zunehmendem Alter zu Veränderungen im Hormonhaushalt (Aging Male, Wechseljahre des Mannes oder PADAM = Partielles Androgendefizit des alternden Mannes) kommen. Gemeinsam mit anderen Faktoren können dadurch vielfältige Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit, Antriebsarmut, Konzentrationsmangel u.a. ausgelöst werden. Durch rechtzeitiges Erkennen der Ursachen durch eine zielgerichtete Befragung, einer körperlichen Untersuchung, sowie einer Hormonanalyse ist man heute in der Lage auch die „Wechseljahre des Mannes“ durch Lebensumstellung und ggf. Hormonersatz zu behandeln und somit Lebensfreude und Vitalität bis ins hohe Alter zu erhalten bzw. wiederzugewinnen.

Angeborene Penisverkrümmung
Der Penis des Mannes ist von einer derben Gewebeschicht (Faszie) umgeben. Wenn diese Schicht nicht gleichmäßig bei der Entwicklung des Penis angelegt wird, so zeigt sich nach Eintritt der Gliedsteife, dass der erigierte Penis Verkrümmungen aufweisen kann. Häufig ist der Penis im erigierten Zustand nicht absolut gerade, behandlungsbedürftig ist die Penisverkrümmung dann, wenn sie zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führt oder der Geschlechtsverkehr durch die Verkrümmung erschwert bis unmöglich ist. Zur Begrading des Penis bieten wir die Operation nach Nesbit und Schröder-Esset an.

Erworbene Penisverkrümmung (Induratio Penis Plastica IPP)
Im Unterschied zur angeborenen Verkrümmung ist die IPP eine Erkrankung die auf Grund einer Entzündung in der Penis-Faszie zu einer fortschreitenden Verkrümmung des initial geraden Penis führt. Die IPP ist durch Schmerzen im Penis, tastbare Knoten am Penis (Plaques) und die zunehmende Penisverkrümmung gekennzeichnet. Die Therapie besteht zunächst in einer medikamentösen Therapie, ggf. auch einer Bestrahlung des Penis um die Entzündung zu stoppen. Danach kann operativ die entstandene Verkrümmung wieder ausgeglichen werden. Die von uns angebotenen Operationsverfahren umfassen neben der Operation nach Nesbit und Schröder-Esset auch Operationsvarianten mit Ausdünnen oder Entfernen der Plaques und dann notwendiger Defektdeckung (Corporoplastik).

Varikozele testis (Krampfader des Hodens)
Um den Samenstrang herum befindet sich ein Venengeflecht. Wenn sich Blut in diesen Venen auf Grund einer Schwäche von Venenklappen staut, die angeboren sein kann, bilden sich Krampfadern am Hodensack aus. Dies kann zum einen ziehende Schmerzen im Hoden verursachen, zum anderen für eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit verantwortlich sein. In beiden Fällen sollten die Krampfadern entfernt werden. Hierfür bieten wir verschiedene Verfahren am Urologischen Zentrum an, neben der Verödung der Krampfadern (antegrade Varikozelensklerosierung) kommt die Unterbindung (laparoskopische Varikozelenligatur oder Operation nach Bernadi) oder eine mikrochirurgische Operation in Frage (Mikrochirurgische Varikozelenligatur). Jedes dieser Verfahren hat Vor- und Nachteile, die Auswahl der richtigen Variante klären wir mit Ihnen im Gespräch.


© Team Urologie 2018
→ Impressum und → Datenschutzerklärung